Inhaltsverzeichnis Umwelt Focus 2/02

Nachhaltigkeit - eine zentrale Staatsaufgabe?, von René Longet
Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Es scheint fast, dass, je öfter man mit dem Begriff hantiert, desto weniger man mit dem Inhalt etwas angefangen werden kann. Dem möchte der Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Umweltschutz mit seinem Beitrag entgegenwirken. Er zeigt auf, um welche Leitgedanken und Konsequenzen es geht. Zudem wird gleichzeitig der jüngste Strategiebericht des Bundesrates an das Parlament kritisch gewürdigt.

Neues zum Verkehr mit Abfällen, von Ursula Brunner
Die Verordnung über den Verkehr mit Sonderabfällen (VVS) aus dem Jahr 1986 ist überholt. Noch in diesem Frühjahr soll der in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft entwickelte Entwurf für eine Verordnung über den Verkehr mit Abfällen (VeVA) in die Vernehmlassung geschickt werden. Die neue VeVA wird samt den departementalen Abfalllisten wieder die tatsächliche Rechtslage wiedergeben.

Transparenz schafft Vertrauen, von Thomas Frei und Markus Nöthiger
Bei vielen CEOs steht das Thema "Nachhaltigkeit" ganz oben auf ihrer Agenda. Eine transparente Unternehmensführung unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit ist heute eine Voraussetzung für das Bestehen in der globalisierten Ökonomie. Dabei ist der langfristige Unternehmenserfolg vermehrt von so genannt weichen Faktoren abhängig geworden und legt versteckte Werte offen. In Kenntnis dieser Faktoren verfügen beispielsweise Anleger über eine bessere Grundlage für Investitionsentscheide. Das bedingt jedoch, dass die Unternehmen bei der transparenten Offenlegung dieser weichen Faktoren Fortschritte erzielen.

Umweltinformationen: Die Aarhus-Konvention, von Hannes Kleindienst
Der Zustand der Umwelt ist nicht erst seit der Katastrophe von Tschernobyl oder der Verbreitung von BSE von Bedeutung, rückt aber durch derartige Ereignisse vermehrt in den Mittelpunkt. Als Folge der vielfältigen Umweltprobleme erfolgte eine starke Sensibilisierung der Öffentlichkeit, weshalb vermehrt Informationen über die umweltbedingte Lebensqualität eingefordert werden. Die Aarhus-Konvention bildet eine wichtige Grundlage für den Zugang zu Umweltinformationen. Der Beitrag thematisiert die Umsetzungsstrategien in der Schweiz.

"Bürokratismus war der Auslöser", ÖBU-Interview
Der in der Sanitär-Technik tätige Geberit-Konzern aus Jona teilte kürzlich mit, dass in Zukunft keine externen Zertifizierungen mehr durchgeführt werden sollen. Die ÖBU wollte mehr über die Hintergründe und die Bedeutung dieser Entscheidung erfahren und befragte daher den Physiker Georg Wüest, Leiter des Umweltmanagements von Geberit.

Wertschaffendes Umweltmanagement, Von Frank Figge und Thomas Scheiwiller
Environmental Shareholder Value und Environmental Option Value haben dasselbe Ziel. Sie stellen sicher, dass das Umweltmanagement zum Unternehmenserfolg beiträgt. Denn nur der Umweltschutz, der von erfolgreichen Unternehmen betrieben wird, hat das Potenzial, sich auch langfristig durchzusetzen und somit einen Beitrag zur Lösung von Umweltproblemen zu leisten. Und in diesem Zusammenhang gilt: Wertorientierter Umweltschutz stärkt das eigene Unternehmen. Unprofitabler Umweltschutz stärkt die Konkurrenz.

Akustische Umweltverschmutzung, von Martin von Allmen und Stefan Schnell
In der geschäftigen, dicht besiedelten Schweiz wird der Lärm im Empfinden vieler Mitbürger zum Umweltproblem Nummer eins. Das Autorenteam beschreibt anhand fünf Beispielen aus der Praxis die typischen Umsetzungsprobleme der Lärmschutzverordnung (LSV). Fazit: Eine LSV-Revision drängt sich auf.

ISO 14062 - Schlüssel zum Erfolg?, von Gabriel Caduff
Die Verpflichtung zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung stellt eine grosse Herausforderung dar. Grosse Potenziale liegen besonders in verbesserten Produkten und Dienstleistungen. Mit dem Technischen Report ISO/TR 14062 wird der Integration von Öko-Aspekten bei der Produktentwicklung Rechnung getragen.

ISO-Normen zum Bereich "Umweltzeichen", von Peter Gresch
Auch die International Organization for Standardization (ISO) hat zum Bereich "Umweltzeichen" Normen publiziert. Diese unterscheiden zwischen den Anforderungen an die Produkte selbst und die Konzeption der Labelsysteme. Für die Qualität und Glaubwürdigkeit von Umweltzeichen ist die Konzeption aber von besonderer Bedeutung.

Ökonutzen und Produktstrategie, von Peter Knoer
Umweltorientiertes Management und ökologische Produktstrategie sind auch als Vehikel für technische Innovationen geeignet. Umweltaspekte bei der Entwicklung neuer Produkte und Technologien sind besonders wichtig. Die umweltorientierte Haltung führt zu alternativen Betrachtungsweisen und neuen Ideen. Ein Beispiel aus der Praxis; es geht um die Innovation "Trocknungsanlagen für Klärschlamm".

IFAT 2002: CH-Ausstellerverzeichnis
Dem April-Heft von "Umwelt Focus" liegt ein CH-Ausstellerverzeichnis anlässlich der internationalen Fachmesse für Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling, der IFAT 2002, bei. In München werden gut 50 Schweizer Unternehmen ihre Dienstleistungen und Produkte präsentieren.



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